Kostenaspekte bei der Hundehaltung

Einen eigenen Hund zu haben, ist der Wunsch vieler Menschen, immerhin zählt ein Hund direkt nach der Katze zu den beliebtesten Haustieren in Deutschland. Doch leider machen sich immer noch viel zu wenig Menschen über die finanziellen, bzw. zeitlichen Aspekte vorab Gedanken.
So ist es leider nicht selten, dass das neue Familienmitglied zeitnah wieder im Tierheim abgegeben werden muss.
Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Viele jedoch haben sich nur wenig Gedanken über die Kosten nach der Anschaffung eines Hundes gemacht, bzw. diese unterschätzt.

Einmalige und monatliche Kosten beim Hund

Unterscheiden wir zunächst zwischen den einmaligen und den monatlich anfallenden Kosten für einen Hund. Diese können natürlich je nach Anschaffungsart und Hunderasse ganz unterschiedlich ausfallen und ist tatsächlich eine Frage des Budgets. Gehen wir zunächst davon aus, dass Du Dich ausgiebig darüber informiert hast, was die jeweiligen Hunderassen für Bedürfnisse haben. Große Hunde bedeuten demnach meist mehr zeitlichen und finanziellen Aufwand als kleinere Hunde. Bei den ersten Anschaffungskosten für einen Hund musst Du folgende Faktoren mit einkalkulieren:

Kauf des Hundes

Grundsätzlich sind Rassehunde aus einer anerkannten Zuchtstation teurer als Hunde aus dem Tierheim. Wenn Du Dich dafür entscheidest, einen Welpen bei Dir aufzunehmen, dann wirst Du dabei im Tierheim weniger Erfolg haben. Desweiteren sind Rassehunde vom Züchter deutlich teurer als Mischlingshunde von Privatpersonen (50 – 2.000 Euro).

Erstausstattung

Hundebett

Zu einer artgerechten Erstausstattung gehören Futternäpfe, Halsband und Leine, ein Schlafkorb oder Bett und Spielzeug. Sicherlich kannst Du hier sparen, indem Du diese Dinge online einkaufst!
Die monatlich anfallenden Kosten werden nun am meisten unterschätzt und oft wird auch vergessen, dass Hunde zwischen 10 und 14 Jahre alt werden können. Dies also eine wirklich lange Zeit für eine monatliche Belastung sein kann. Kosten die monatlich oder immer wiederkehrend auf Dich zukommen werden sind:

Futter/Nahrung

Auch hier solltest Du die Bedürfnisse Deines Hundes berücksichtigen. Möglicherweise kann es sein, dass Dein Hund beispielsweise nur eine bestimmte Futtersorte verträgt oder aber aufgrund von später auftretenden Krankheiten, spezielles Futter benötigt. Die Preisspanne zwischen den Futtersorten ist aber groß. Wichtig ist jedoch, dass Du Deinem Hund eine gesunde Ernährung anbietest und das Futter mit viel Gemüse- und Fleischanteil angesetzt ist.

Die Hundeschule

Hundeschule

Nicht alle Hunde benötigen eine Hundeschule, dennoch kann das für Anfänger anfangs notwendig sein, wenn Du später keine Probleme mit Deinem Vierbeiner haben möchtest. Die Kosten für eine Hunde- oder Welpenschule können je nach Teilnahme unterschiedlich ausfallen.

Hundehaftpflicht und Hundesteuer

Die Hundesteuer ist von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich und kann zwischen 30 und 190 Euro pro Jahr betragen. Bei der Hundehaftpflichtversicherung fallen die Kosten etwas geringer aus und betragen pro Jahr in etwa 40 – 60 Euro. Diese sind aber auch freiwillig zu entrichten.

Kosten für Tierarzt

Kosten für Tierarzt

Auch bei den Tierarztkosten können kaum pauschale oder genaue Angaben gemacht werden. Schätzungsweise liegen die jährlichen Kosten für allgemeine Impfungen und Wurmkuren bei rund 70 – 120 Euro pro Jahr. Vergiss jedoch nicht, dass nicht kalkulierbare Vorkommnisse schon einmal den Geldbeutel sprengen können. Auch eine mögliche Kastration oder Sterilisation solltest Du einplanen.

Kosten für Betreuung

Einen Hund kann man leider nicht überall mit hinnehmen, so auch nicht immer in den Urlaub oder auf die Arbeit. Für diese Zeiten musst Du Dich um Ersatzbetreuung kümmern und diese gegebenenfalls auch bezahlen. Tierpensionen oder Hundehotels können schon einmal kostspielig werden und auch die tägliche Gassi-Betreuung möchte sich den einen oder anderen Euro dazu verdienen.

Vergiss zu guter Letzt nicht, dass ein Hund sehr viel Zeit bedeutet und in unserer heutigen Gesellschaft Zeit ebenfalls Geld bedeutet. Wenn Du also aus beruflichen Gründen nicht genügend Zeit in Deinen Hund investieren kannst, so solltest Du über ein Haustier nachgedenken, welches weniger Zeit in Anspruch nimmt.

Wir freuen uns auf Dein Feedback.

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