Ratgeber Katzen

Giftige Pflanzen für Katzen

In den heimischen Gärten, Häusern und Wohnungen ist eine Vielzahl giftiger Pflanzen für Katzen zu finden. Diese können schwach giftig sein und leichte bis mittlere Beschwerden auslösen, hinterlassen aber keine bleibenden Schäden, wenn Vergiftungen frühzeitig erkannt werden. Sie können aber auch hochgiftig sein und zu quälenden Schmerzen bis hin zum Tod der Katze führen. Pflanzen, die Alkaloide, Glykoside, Saponine oder bestimmte toxische Proteine enthalten, können Katzen besonders gefährlich werden.

Giftige Pflanzen für Katzen – Pflanzen mit Alkaloiden

In der Natur kommen zahlreiche Pflanzen vor, die giftige Alkaloide enthalten.

Der Besenginster zum Beispiel enthält Spartein, das zu Durchfall und Erbrechen, Unruhezuständen und Lähmungen führen kann.

Shabbyundchic
Foto von Shabbyundchic / instagram

Im Buchsbaum ist das Alkaloid Cyclobuxin enthalten, dessen Aufnahme sich durch Krämpfe äußert und eventuell zum Tod durch Atemlähmung führen kann.
buchsbaum

Die Eibe hat den Inhaltsstoff Taxin, der bei Katzen Schaum vorm Maul, Schluckbeschwerden, Verstopfung oder Durchfall und einen Herz-Kreislaufkollaps auslösen und sogar zum Atemstillstand führen kann.
eibe

Die europaweit giftigste Pflanze ist der Eisenhut, der das Alkaloid Aconitin enthält und zur Vergrößerung der Pupillen, starkem Speichelfluss, Herzrhythmusstörungen und zu einem sehr schmerzhaften Tod führen kann.
eisenhut

Im Goldregen ist Cytisin vorhanden, das an Muskelzucken, Krämpfen, Störungen des Gleichgewichts und Herzrasen zu erkennen ist.
goldregen

Die Herbstzeitlose verfügt über den Inhaltsstoff Colchicin, dessen Aufnahme blutige Durchfälle, Erbrechen und Kreislaufstörungen mit sich bringt.
herbstzeitlose

Die Hundspetersilie, eine Pflanze die das Alkaloid Aethusin enthält, kann zu Appetitverlust, übermäßigem Speichelfluss, Verdauungsproblemen und bei starker Vergiftung auch zum Tod durch Atemlähmung führen. Auch die Alkaloide Evonin, das im Pfaffenhütchen zu finden ist, und Lycorin, das in Narzissen und Amaryllis vorkommt, kann bei Katzen zu Kurzatmigkeit, Krämpfen, starkem Zittern, apathischem Verhalten und im schlimmsten Fall auch zum Tod führen.

Giftige Pflanzen für Katzen – Pflanzen mit Glykosiden und Saponinen

Glykoside können bei Katzen Vergiftungserscheinungen auslösen. Diese sind zum Beispiel im Kirschloorbeer, im Maiglöckchen oder im Adonisröschen enthalten und lösen bei Vergiftung durch diese Pflanzen einerseits eine reduzierte Pulsfrequenz und Teilnahmslosigkeit und andererseits Erbrechen und blutigen Durchfall aus.

Bei einer hohen Aufnahme von Glykosiden kann es schließlich auch zum Herzstillstand kommen.
Andere giftige Pflanzen für Katzen, die die Substanz enthalten, sind beispielsweise Bittermandel, Wüstenrose und Oleander. Auch die so genannten Saponine, die in Christrose, Efeu oder Alpenveilchen vorkommen, können für Katzen lebensbedrohlich sein.
Symptome einer Vergiftung durch Saponine sind Brechdurchfall, schnellerer Herzschlag und Lähmungen. Bei der Aufnahme einer hohen Dosis dieses Gifts kann es außerdem auch zu komplettem Herz-Kreislauf-Versagen oder zu einer Atemlähmung kommen.

Eine giftige Pflanze für Katzen, die beide Inhaltsstoffe – Glykoside und Saponine – enthält, ist die beliebte Zimmerpflanze Dieffenbachie, die daher zu den giftigsten Pflanzen für Katzen zählt.
dieffenbachie

Giftige Pflanzen für Katzen – Pflanzen mit toxischen Proteinen

Bestimmte Eiweißverbindungen können, wenn sie von Katzen aufgenommen werden, schädlich bis tödlich sein. Giftige Proteine sind unter anderem in Rizinus, Kroton und Robinie enthalten. Eine Vergiftung durch toxische Eiweiße kann meist an vermehrtem Speichelfluss, Reizungen, Rötungen oder auch Gelbfärbung der Schleimhäute erkannt werden. Im Inneren des Körpers der Katze wirken sie sich auf die Organe – vor allem auf Leber und Nieren – aus und können schwere Schäden verursachen, die zum Großteil nicht therapierbar sind.

Weitere giftige Pflanzen für Katzen

Die oben genannten Pflanzen gelten als die giftigsten für Katzen, aber es gibt noch viele andere Pflanzen, die eine Gefahr für diese Tiere darstellen können. Dazu gehören Pflanzen mit Scharfstoffen, wie das Einblatt oder die Efeutute, die beide zu Reizungen und Verätzungen der Schleimhäute führen können.
Andere Giftpflanzen für Tiere, die schwere Vergiftungen auslösen können, sind unter anderem Engelstrompete, Avocado, Lebensbaum, Wasserschierling, Stechpalme, Calla, Azalee, Mistel, Chrysanthemen, Wurmfarn, Weihnachtsstern oder Aloe Vera.

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